Nachdem wir Oldenburg verlassen geht es über den Elisabetfehnkanal mit zwei Zwischenstopps nach Leer. Die nächsten Tage sind eher ruhig, außer einen weiten und flachen Landschaft gibt es nicht viel zu sehen. Hier sind es die Wolken die Abwechslung in den Tag bringen.
Vom Elisabethfehnkanal hatten wir uns mehr versprochen. Wir legen Steuerbord am Kanalrand an und vertreten uns ein wenig die Beine. Am nächsten Morgen ist pünktlich um 08:00 Uhr Abfahrt. Alle Boote versammeln sich vor der ersten Schleuse. Man muss wissen, dass der Elisabethfehnkanal knapp 15km lang ist, 4 Schleusen und 7 Klappbrücken hat. Die Besonderheit ist, dass alle Schleusen und Brücken manuell bedient werden. Das heißt, der Bediener fährt mit dem Auto vorraus, um die Schleusen zu bedienen, teilweise unter Einsatz echter Muskelkraft. Die nächste Besonderheit ist, dass man während der Wartezeit nirgendwo fest machen kann und das Boot immer so halten muss das man nicht irgendwohin abtreibt. Unser Steuermann hatte also alle Hände voll zu tun und hatte am Ende des Tages echt die Schnauze voll. Fazit: kann man machen, muss man aber nicht.



Die nächste Nacht verbringen wir tatsächlich im Nirgendwo, denn hier gibt es eine Anlegestelle, ein Restaurant und Nichts. Die Bordküche bleibt kalt und wir kehren im Restaurant Simona ein. Nach einem ausgiebigen Spaziergang über die Ostfriesischen Felder und Wiesen geht der Tag zu Ende. Am Tag darauf setzen wir unsere Fahrt fort. Unser Ziel ist Barßel. Auch hier bleiben wir nur eine Nacht, denn Barßel hat ebenfalls nichts zu bieten.

Da wir nun schon eine Weile unterwegs sind, ist es an der Zeit mal wieder die Wäsche zu waschen. In Leer suchen wir uns einen Hafen wo man das machen kann. Hier gibt es zwar eine Waschmaschine, aber keinen Trockner. Dafür regnet es mal wieder. Und so ist es immer: wenn man mit dem Boot unterwegs ist und Wäsche waschen muss, dann regnet es.
Tags darauf scheint die Sonne und wir machen uns auf um das kleine Städtchen Leer zu erkunden. Leer ist recht hübsch, und wir beschließen hier noch einen Tag länger zu bleiben.




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