Holland

Wir verlassen Leer und machen uns durch die flache ostfriesische Landschaft auf den Weg nach Holland. Es geht über den Dollart nach Delfzijl. Der Dollart war die erste große Herausforderung für mich. Auf der Karte sieht es nicht so groß aus, aber ich bin nicht gut im Einschätzen von Entfernungen. In heimischen Gewässern mache ich mir einstweilen in die Hose wenn wir bei Wind und Welle über den Müggelsee fahren, aber der Mügelsee ist ein Ententeich im Vergleich zum Dollart. Hier gibt es auch so gemeine Speedboote die eine nicht unbeträchtliche Welle machen. Ich weiß nicht mehr wie lange die Überfahrt gedauert hat, aber ich habe mich die ganze Zeit irgendwo festgekrallt und gehofft das es gleich vorbei ist. Da ich so viel Schiss hatte und mich festhalten musste, gibt es auch keine Fotos von der Überfahrt.

Einfahrt zum Dollart

In Defziijl angekommen, erkunden wir zuerst das Hafengelände. Wir stellen fest, dass es hier einige Waschmaschinen und Trockner gibt. Also schnell zurück an Bord, die schmutzige Wäsche eingesammelt und die Waschmaschinen befüllt. Während die Wäsche sauber gewaschen wird, erkunden wir den Ort. Hier ist es nicht besonders schön, aber wir entdecken eine Bahnhof und schauen nach wohin man denn fahren könnte. Für den nächsten Tag werden Fahrkarten gekauft, und wir fahren dann mit einem Zwischenstopp in Appingedam, nach Groningen.

Appingedam ist recht hübsch und in einer knappen Stunde gut zu erlaufen. Wir schauen uns die hängenden Küchen an und lassen die mittelalterlichen Gebäude auf uns wirken.

Die hängenden Küchen von Appingedam


Weiter geht es mit dem Zug nach Groningen. Da wir nur diesen einen Tag haben bleibt nicht viel Zeit für große Erkundungen. Wir schlendern durch die Stadt und genießen das schöne Wetter. Habe ich schon erwähnt, dass die Holländer äußerst entspannte Menschen sind :-)?

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